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Über Uns


115 Jahre Hof Bimöhlen  - eine wechselvolle Familiengeschichte

Der Hof Bimöhlen steht für Landwirtschaft mit Verantwortung, Regionalität und persönlichem Engagement. Seit vielen Jahren versorgen wir Kunden aus Schleswig-Holstein und dem Hamburger Umland mit hochwertigen Erzeugnissen direkt vom Hof. Unser Ziel ist es, frische Lebensmittel mit nachvollziehbarer Herkunft anzubieten und die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern zu stärken.

Das historische Schwarz-Weiß-Foto zeigt ein Ehepaar in zeittypischer Kleidung, sitzend mit einem Hund zwischen ihnen. Die Aufnahme dokumentiert die frühe Geschichte von Hof Bimöhlen und vermittelt einen Eindruck vom ländlichen Leben vergangener Generationen.

Im Jahre 1908 ließ der Ururgroßvater des heutigen Eigentümers Jan Erich Holst ein Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude in Bimöhlen etwas außerhalb des Dorfes bauen.

Dieser Urahn Ludwig Moritz hatte um die Jahrhundertwende angefangen, in und um Bimöhlen herum Land zu kaufen. Dabei handelte es sich um Heide-, Moor- und Waldflächen, die zum größten Teil noch nicht oder nur sehr extensiv wirtschaftlich genutzt wurden. Die Urbarmachung dieser Flächen kam erst richtig voran, als man im 1. Weltkrieg Kriegsgefangene für diese Arbeiten einsetzen konnte.

Ludwig Moritz, 31 Jahre (1885-1916), Direktor des Gerichtsvollzieheramtes in Hamburg, war eine außerordentliche Persönlichkeit. Er liebte die schlichte, stille Landschaft, die er meistens zu Fuß mit seinem Handstock durchstreifte. Dieser Handstock wurde auch benutzt, um die Enkelin Isolde dazu anzuhalten gerade zu gehen, er wurde ihr zwischen die Schulterblätter gesteckt. Es gibt diesen Handstock noch. Er wird von den Familienmitgliedern in Ehren gehalten.

Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt eine Gruppe von Landarbeitern auf einem Bauernhof. Die Männer stehen mit traditionellen Arbeitsgeräten vor einem großen Heu- oder Strohlager und dokumentieren die landwirtschaftliche Arbeit vergangener Generationen.

Der technische Fortschritt war allerdings nicht so seine Sache. Als es darum ging. die Trasse für die AKN festzulegen, hat er sich vehement dafür eingesetzt, dass Bimöhlen unberührt blieb. Die Bimöhlener würden dies heute sicher gerne rückgängig machen.

Das Schicksal meinte es nicht gut mit der Familie. Die einzige Tochter Friederike war mit Hans Philipp Mundt verheiratet, der 1915 im I. Weltkrieg fiel und Frau und Tochter Isolde hinterließ. Durch viel Pech mit Verwaltern und Pächtern war Ludwig Moritz gezwungen, bis an sein Lebensende in diversen Prozessen um seinen Hof zu kämpfen.

Als er 1928 starb, hatte er das zwar geschafft, aber mit der Landwirtschaft konnten die Hinterbliebenen kein Geld verdienen. Die Enkeltochter Isolde heiratete 1933 den Arzt Hans Erich Holst und stand nach dessen Tod im Dezember 1940 wieder alleine mit ihren Kindern Peter und Frauke vor der Aufgabe, mit Hilfe von Verwaltern den Betrieb zu führen.

Die Schwarz-Weiß-Collage zeigt mehrere historische Fotografien aus der Geschichte von Hof Bimöhlen. Zu sehen sind ein Wohnhaus aus früheren Jahren, ein Ehepaar der Gründer- oder Betreiberfamilie sowie eine Luftaufnahme des landwirtschaftlichen Hofgeländes.

Kriege, Inflation, schlechte Erträge, ständig wechselnde Verwalter führten letztlich dazu, dass I960 ein radikaler Schnitt nötig wurde.

Die alten Gebäude und 80 ha Land wurden verkauft und für den Resthof wurden neue Gebäude errichtet. Gleichzeitig wurde der Betrieb neu ausgerichtet, die Milchviehhaltung und die Schweinemast wurden aufgegeben, die Legehennenhaltung kam als neuer Betriebszweig dazu und von den Rindern wurden nur noch Mastbullen gehalten.

Das Foto zeigt sechs Personen verschiedener Generationen, die gemeinsam in einem historischen Gebäude von Hof Bimöhlen stehen. Die Aufnahme vermittelt den familiären Charakter und die generationsübergreifende Tradition des landwirtschaftlichen Betriebs.

Der Urenkel Dr. Peter Holst übernahm 1964 die Leitung des Betriebes zunächst nebenbei, weil er noch in Hamburg bei der BEZ tätig war. Die Belastung wurde aber bald, besonders natürlich auch für seine Frau mit drei kleinen Kindern, zu groß und es fiel die Entscheidung, sich ganz dem Betrieb zu widmen. Folgenschwer wog dabei besonders die Spezialisierung auf die Selbstvermarktung und die Legehennenhaltung.

Es war ein mühsamer Weg und erst durch die Vergrößerung des Sortimentes auf Frischgeflügel, den Verkauf auf Wochenmärkten in Hamburg sowie die Einrichtung des Hofladens in Bimöhlen wurde es eine Erfolgsgeschichte und entwickelte sich zu einem gesunden Fundament für den Betrieb. Die Haltung von Weidemastgänsen, die Aufnahme einer eigenen Produktion von Spezialitäten und nicht zuletzt eine absolute Zuverlässigkeit bei der Belieferung der Kunden haben weiter dazu beigetragen.

Heute bewirtschaftet der Ururenkel Jan Holst mit seiner tüchtigen Frau Regina den Betrieb und die beiden haben den eingeschlagenen Weg konsequent und sehr erfolgreich weiter befolgt. Die Produktion von Spezialitäten konnte durch die Einstellung von einem Schlachtermeister und einem Gesellen deutlich vergrößert werden. Als Kunden werden namhafte Spitzenrestaurants und Großküchen beliefert. Der Betrieb beschäftigt heute 6 Festangestellte und 7 Aushilfskräfte.

Aber das Schönste ist, dass mit den Söhnen Alexander und Michael die Hoffnung auf eine 6. Generation, einem Urururenkel als Bauern, berechtigt ist. Insofern ist die Pionierarbeit unseres Urahnen Ludwig Moritz doch noch eine Erfolgsgeschichte geworden, die ihn sicher sehr zufrieden stellen würde.

Das Foto zeigt mehrere Generationen der Familie von Hof Bimöhlen vor einem Backsteingebäude auf dem Hofgelände. Erwachsene, Kinder und ein Hund sind gemeinsam auf einer Bank und davor gruppiert. Die Aufnahme vermittelt den familiären Charakter des landwirtschaftlichen Familienbetriebs.

Heute bewirtschaftet der Urenkel Jan Holst mit seiner Frau Regina den Betrieb, und die beiden sind den eingeschlagenen Weg konsequent und sehr erfolgreich weitergegangen. Sie haben aus dem Hof einen ebenso modernen wie traditionsbewussten Vollerwerbsbetrieb gemacht, der mit einem breiten Angebot landwirtschaftlicher Erzeugnisse überzeugt. Seit Sommer 2015 unterstützt der Sohn Alexander, gelernter Landwirt, die Familie mit neuen Ideen, so wie vor etwa einem Jahr die Integration einer munteren und sehr zutraulichen Angus-Rinderherde in den Hofbetrieb.

Die Produktion von kulinarischen Spezialitäten, darunter veredeltes Fleisch der hofeigenene Rinder, Schweine und Gänse, konnte durch die Einstellung eines Schlachtermeisters - dieser feierte am 01.08.2019 sein 20-jähriges Betriebsjubiläum - und eines Gesellen deutlich vergrößert werden.